Warum ist der Waldkindergarten wichtig?
Kinder hatten früher viel Raum, um in freier Natur zu spielen.
Freiflächen sind heute stark geschwunden und gefahren
für Kinder haben zugenommen. Darum lassen Eltern ihre Kinder heute
nicht
mehr stundenlang draussen herumstreunen. Als Alternativen bleibt das
Kinderzimmer und ein organisiertes Nachmittagsprogramm mit Musikschule,
Sport und Kreativangeboten. diese Angebote sind für die Kinder
sicherlich wertvoll, was ihnen aber fehlt ist Freiheit und
Kreativität.
Kinder zeigen heute Konzentrationsschwäche und sind
häufig
aggressiv, sie zeigen deutliche Defizite in der
Bewegungsgeschicklichkeit und eine eingeschränkte
Wahrnehmungsfähigkeit - alles Anpassungsstörungen auf
eine Umwelt, die die Kinder einerseits überfordert und
andererseits
nicht genügend fördert.
Der Waldkindergarten stellt eine echte Alternative zur
häuslichen Erziehung dar. Der „unbegrenzte“ Raum des
Waldes
gibt den Kindern die Möglichkeit sich auszuleben. Es gibt
wesentlich
weniger Konflikte und Aggressionen, da der Wald jedem genug Raum und
Spielmaterial bietet, um sich auszuleben. Auch mit zwanzig Kindern ist
es im Wald noch ruhig, den Kindern bleibt viel Stress durch einen hohen
Geräuschpegel, der in geschlossenen Räumen
zwangsläufig
entsteht, erspart.
Konzentriertes Spielen ist in dieser Atmosphäre viel
einfacher. Durch den verzicht auf vorgefertigtes Spielmaterial wird die
Kreativität gefördert und die sprachliche Entwicklung
angeregt. Der Stock, der heute als Kochlöffel dient, kann
morgen
schon ein Messer sein oder als Säge benötigt werden.

Auch für die motorische Entwicklung finden die Kinder im Wald
ideale Bedingungen. Bewegung im freien, unebenen Gelände
schult in
besonderem Maße die Koordination, Untersuchungen zeigen immer
deutlicher: Kinder haben heutzutage weniger Kraft, Ausdauer und
Kondition als noch vor wenigen Jahren, was auf die Bewegungsarmut
zurückzuführen ist. Darüber hinaus fördert die
viele Bewegung an frischer Luft
die Gesundheit und stärkt die Abwehr, die Kinder sind weniger
krank.
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